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Abdrücke & Abdrücke folgen

Zwei Tanzinstallationen von Anna Konjetzky für eine Tänzerin

Abdrücke und Abdrücke folgen sind zwei Tanzinstallationen für eine Tänzerin. Zwei Bilder, die sich zueinander wie ein Positiv und ein Negativ verhalten. Im Fokus: Eine Tänzerin auf Spurensuche nach dem eigenen – sich beständig verwischenden und verschwimmenden – Dasein. Als Halteleine ins Ich bleibt der Körper; eine Materie, die vermessen, gezeichnet, betastet, beschrieben, ausgestellt werden kann. Und beobachtet: Nimmt das Publikum in Abdrücke noch einen voyeuristischen Stadtpunkt ein, so kippt es in Abdrücke folgen gewissermaßen ins Innere der Tänzerin.

In Abdrücke gibt es nur das Ich. Das Ich, das in hundertfacher Spiegelung immer wieder auf sich selbst zurückgeworfen wird. Ohne Hoffnung auf Selbstvergewisserung im Blick des Anderen. Nur der Raum ist da – geometrisch, hart, kalt und hell, innen verspiegelt und ohne die Möglichkeit nach draußen zu sehen. In ihm sucht die Tänzerin sich zu finden, sich zu durchleuchten, sich festzuschreiben. Sie dreht sich, windet sich, jeder Fleck des Körpers soll katalogisiert werden. Auf Dutzenden von Zetteln hält sie ihre Umrisse fest; Portraits, die durch schmale Schlitze ins Außen geworfen werden. Jedes Blatt ein Anker im Dasein. Dem Publikum wird unterdessen volle Sicht gewährt, nicht nur in die Box selbst, die von der Seite des Zuschauers aus durchsichtig ist, sonder eine Kamera wirft aus deren Inneren auch Bilder an die Wand. Und während der Atem der Tänzerin die Box zunehmend beschlägt und den Einblick verschleiert, bleibt das überlebensgroße Bild der Kamera bestehen.
Im zweiten Teil des Abends mit dem Titel Abdrücke folgen kippt das Publikum gewissermaßen in die Box hinein, betritt das Innere der Tänzerin. Keine Trennwand existiert mehr zwischen Zuschauer und Protagonist, von vier Seiten umsteht das Publikum die Bühne, nur notdürftig von dieser durch Scheinwerfer getrennt. Hinter den Zuschauern – an allen vier Seiten – Leinwände, die nun nicht mehr nur Live-Bilder der Tänzerin liefern, sondern auch Bilder des Außen und von Dokumenten, Pässen, Geburtsurkunden, - Daseinsdokumente, Identitätsbelege. Zuschreibungen, Beschreibungen, Vermessungen sind es, die nun das Dasein einzufangen versuchen und sich doch im Unklaren verlieren. Je genauer beschrieben wird, je mehr sich Details unter der Lupe befinden, desto unschärfer wird das Bild.

Mit dem Verhältnis von Nähe und Distanz spielen beide Installationen, da ist einerseits im ersten Teil die Möglichkeit der Tänzerin bis auf wenige Millimeter nahe zu kommen, sein Gesicht ganz an die Scheibe zu drücken, doch immer wird diese undurchdringlich bleiben. Und da ist die Kamera, die jede Pore, jedes Haar übergroß abbildet – doch: „Wenn man ganz nah an etwas herangeht, gerät es leicht aus dem Blick, alles verschwimmt. Erst aus der Distanz ergibt sich wieder ein klares Bild.“ (Anna Konjetzky)

Choreographie: Anna Konjetzky / Tanz: Sahra Huby
Video: Marc Stephan

Aufführungen: 26. & 27. Juni 2011, 19.00 Uhr
Ort: Muffatwerk, Zellstr 4, 81667 München
Karten:€ 15.–; erm. € 10.– (Kein VVK, Karten nur an der Abendkasse)
   
 

 
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